Farbpalette ausgestellt im Diözesanmuseum Freising

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Farben bestehen aus Pigmenten und Bindemitteln Pigmente wurden aus Erden, Steinen und Mineralien hergestellt wie Auripigment, Ocker, roten und grünen Erden, Zinnober, Azurit, Malachit, aber auch „Beinschwarz“ aus verkohlten Knochen oder Kernen. Der Geselle musste die Pigmente auf dem Stein reiben.

Farbstoffe wurden aus Blüten oder Wurzeln von Pflanzen gewonnen wie Krapplack aus Färberröthe, Schüttgelb aus Färberginster, Saftgrün aus Kreuzdornbeeren. Diese Pflanzenauszüge wurden zum Malen entsprechend aufbereitet.

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Das Harz des Drachenbaums lieferte das Drachenblut; Schildläuse den roten Farbstoff Cochenille oder Kermes. Künstlich hergestellt wurden Grünspan, Bleizinngelb, Bleiweiß. Das giftige Bleiweiß war bis ins 19. Jahrhundert das einzige Weißpigment. Die Trockenfarben wurden mit Bindemitteln wie Eitempra oder trockenden Ölen versetzt.

Quelle: Diözesanmuseum am Domberg in Freising

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